{"id":2095,"date":"2021-04-20T21:31:13","date_gmt":"2021-04-20T19:31:13","guid":{"rendered":"https:\/\/panterito.org\/?p=2095"},"modified":"2021-04-20T21:31:50","modified_gmt":"2021-04-20T19:31:50","slug":"interview-ripple-africa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/panterito.org\/de\/interview-ripple-africa\/","title":{"rendered":"A lot of aid-funding I think is wasted."},"content":{"rendered":"<h2>Interview mit Pam Haigh, UK General Manager von Ripple Africa<\/h2>\n<p>Seit sieben Jahren arbeitet Pam Haigh f\u00fcr Ripple Africa als eins von f\u00fcnf Mitgliedern des kleinen Teams in Gro\u00dfbritannien &#8211; drei bezahlte Mitarbeiter und die beiden ehrenamtlich engagierten Gr\u00fcnder. Der Rest der &#8222;Familie&#8220;, wie Pam sie nennt, ist das 142-k\u00f6pfige Team in Malawi. Die Geschichte von Ripple Africa reicht knapp 20 Jahre zur\u00fcck, als die Gr\u00fcnder, Geoff und Liz Furber, in Afrika unterwegs waren und eine falsche Abzweigung zur Gr\u00fcndung der Organisation f\u00fchrte:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Die Aufzeichnung des Interviews war eigentlich nicht zur Ver\u00f6ffentlichung gedacht. Aber es ist so viel sch\u00f6ner, Pam die Geschichten erz\u00e4hlen zu h\u00f6ren, als nur die gek\u00fcrzte Version zu lesen. Deshalb empfehle ich dringend, <a href=\"https:\/\/panterito.org\/de\/wald\/nutzholz-malawi\/#interview-pam\">das Audio auf unserer Projektseite anzuh\u00f6ren<\/a> (wenn ihr meine \u00c4hms ertragen k\u00f6nnt).<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><b>Panterito (Kristina Huch): Was war die Motivation bei der Gr\u00fcndung von Ripple Africa und was ist das Ziel der Organsation?\u00a0<\/b><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Pam Haigh: Das ist ziemlich interessant, weil Geoff ein Gesch\u00e4ftsmann ist. Er hat sich nie mit Hilfsorganisationen besch\u00e4ftigt, bis zu dem Moment, als er Ripple Africa gegr\u00fcndet hat. Er und seine Frau reisten durch Afrika und versuchten in Malawi, den Weg zu einer Unterkunft zu finden &#8211; und sie verirrten sich. Jemand sagte, \u201cEs wird dunkel. Da unten an der Stra\u00dfe ist was, warum geht ihr nicht dahin?\u201d. Sie kamen im Dunkeln an, es war buchst\u00e4blich am Ufer des Malawi-Sees, und als sie am n\u00e4chsten Morgen aufwachten, waren sie von der Sch\u00f6nheit des Orts v\u00f6llig \u00fcberw\u00e4ltigt. Sie erfuhren, dass die Lodge zum Verkauf stand. Also entschieden sie ganz spontan, sie zu kaufen. Aber der Besitzer hatte eine bestehende Vereinbarung mit den Schulen vor Ort, dass Lehrer, die ehrenamtlich dort arbeiten, sie nutzen k\u00f6nnen. Sie waren sich einig, das beizubehalten und gr\u00fcndeten eine gemeinn\u00fctzige Organisation, um es auch richtig machen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Am Anfang unterst\u00fctzten wir also wirklich einfach ein paar lokale Grundschulen. Und dann &#8211; wie bei den meisten Projekten, die wir machen &#8211; f\u00e4ngt man an, mit den Leuten vor Ort zu sprechen, und man stellt fest, dass es gar keine weiterf\u00fchrende Schule in fu\u00dfl\u00e4ufiger Entfernung gibt. Also haben wir eine weiterf\u00fchrende Schule gebaut, die wir dann dem Staat \u00fcbergeben haben. Und dann haben wir gemerkt, es gibt keine staatlichen Vorschulen. Also betreiben wir jetzt acht Vorschulen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Danach haben wir einige Krankenh\u00e4user unterst\u00fctzt. Als wir mit den Leuten geredet haben, haben wir erkannt, dass viele der Probleme, die die Menschen haben, sich aus Umweltproblemen begr\u00fcnden. Und so sind wir im Laufe der Jahre immer mehr zu einer Umweltschutzorganisation geworden. Diese Arbeit machen wir haupts\u00e4chlich und in gro\u00dfem Ma\u00dfstab. Aber wir unterst\u00fctzen immer noch die lokale Community in der N\u00e4he unserer Basis im Nkhata Bay District. Es ist also eine Mischung aus diversen Arten von Projekten. Und das macht die Arbeit so interessant und bringt so viel Spa\u00df rein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-2l6li7-d7b9076d35c1d5fea69d76133fb4b5e0\">\n.avia-image-container.av-2l6li7-d7b9076d35c1d5fea69d76133fb4b5e0 .av-image-caption-overlay-center{\ncolor:#ffffff;\n}\n<\/style>\n<div  class='avia-image-container av-2l6li7-d7b9076d35c1d5fea69d76133fb4b5e0 av-styling- avia-align-center  avia-builder-el-0  el_before_av_one_third  avia-builder-el-first  '  itemprop=\"image\" itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/ImageObject\" ><div class=\"avia-image-container-inner\"><div class=\"avia-image-overlay-wrap\"><img class='wp-image-1846 avia-img-lazy-loading-not-1846 avia_image' src=\"https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Ripple-Africa_Fuel-efficient-cookstove.jpg\" alt='' title='Ripple-Africa_Fuel-efficient-cookstove'  height=\"396\" width=\"480\"  itemprop=\"thumbnailUrl\" srcset=\"https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Ripple-Africa_Fuel-efficient-cookstove.jpg 480w, https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Ripple-Africa_Fuel-efficient-cookstove-300x248.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/div><\/div><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><b>Ein starker Fokus liegt also auf der Community-Arbeit. Du hast bereits einige Vorteile erw\u00e4hnt, zum Beispiel so viele Facetten an Projekten zu haben. Was sind weitere Vorteile von diesem Ansatz und was sind vielleicht Probleme?\u00a0<\/b><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Jedes Mal, wenn wir hingehen, werden wir normalerweise von Leuten angesprochen, die sagen, \u201cWir brauchen Hilfe bei diesem, wir brauchen Hilfe bei jenem\u201d, und es ist sehr leicht, sich in zu viele verschiedene Bereiche hineinziehen zu lassen. Wir m\u00fcssen sehr fokussiert bleiben und das w\u00fcrde unseren Fokus zu weit weglenken von den Kernaktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aber durch die Art und Weise, wie wir gewachsen sind, haben wir einen engen Kontakt zu allen Ebenen der Community aufgebaut. Wir arbeiten mit allen, von der Bezirksverwaltung bis hin zu den einzelnen Dorfbewohnern. Indem wir sie alle einbeziehen, erhalten wir die Akzeptanz genau der Menschen, die uns wirklich helfen k\u00f6nnen, unsere Projekte zu verwirklichen. Und ich denke, das macht unsere Arbeit st\u00e4rker, weil wir so in der Lage sind, die wirklichen Probleme zu identifizieren.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Unsere St\u00e4rke ist, dass wir kosteneffiziente und einfache L\u00f6sungen finden, die auf dem basieren, was die Menschen tats\u00e4chlich selbst umsetzen k\u00f6nnen. Zum Beispiel unser Cookstove-Projekt: Wir kennen viele Organisationen in Malawi, die einem Haushalt einen Metallkochherd geben und sagen: &#8222;Hier ist dein Kochherd, damit sparst du Holz&#8220;. Und dann gehen sie wieder weg, weil die meisten Finanzierungen von Organisationen nur ein oder zwei Jahre gehen. Oft geht der Herd dann kaputt oder es wird vergessen, wie man ihn benutzt, und dann legt man ihn auf die Seite und kehrt zur\u00fcck zur traditionellen Art des Kochens auf einem gro\u00dfen Drei-Steine-Feuer, f\u00fcr das riesige Holzst\u00fccke ben\u00f6tigt werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Wir dagegen setzen uns hin und sagen: Okay, was wollt ihr kochen und wie wollt ihr es kochen und was ist euch wichtig? Und lasst ihn uns zusammen designen aus lokal verf\u00fcgbarem Material. Lasst uns euch helfen, ihn zu bauen, anstatt dass wir euch was Fertiges geben. Er soll hinterher eurer sein und ihr sollt die Verantwortung daf\u00fcr \u00fcbernehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><b>Ist das, was ihr unter \u00b4charity run like a business\u00b4 versteht?\u00a0<\/b><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ja, ganz genau. Ich bin der Meinung, viele Hilfsorganisationen starten mit den besten Absichten, aber arbeiten nicht unternehmens\u00e4hnlich. Eine Menge Hilfsgelder wird dadurch verschwendet, denke ich. Wenn man ein Produkt hat und es an einen Kunden verkauft, muss man dieses Produkt liefern und der Kunde muss damit zufrieden sein. Dann sind alle gl\u00fccklich. Aber viele Hilfsorganisationen beziehen die Menschen nicht in die Entscheidungsfindung ein. Damit ist es kein Produkt, das sie wollen oder verstehen. Ich denke, das ist der gro\u00dfe Unterschied zwischen uns und vielen anderen Organisationen. Und es bedeutet, dass wir viel bewegen k\u00f6nnen mit vergleichsweise wenig Geld.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><b>Bekommt ihr nicht Probleme, weil der Aufwand, die Communities \u00fcber l\u00e4ngere Zeit zu unterst\u00fctzen, laufende Kosten f\u00fcr das Personal bedeutet?<\/b><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ja, absolut. Und das ist ein Problem mit unserer Finanzierung. Denn wie schon gesagt, viele Projektgelder sind nur f\u00fcr ein oder zwei Jahre vorgesehen. Wir hatten fantastische Unterst\u00fctzung von einigen sehr gro\u00dfen Trusts und Stiftungen, aber sie haben die Erwartung, dass das Problem nach einem Jahr gel\u00f6st ist. Und das ist ganz offensichtlich nicht der Fall.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Au\u00dferdem denke ich, es gab ein Problem mit vielen Organisationen, die Leute quasi bestochen haben, mitzumachen. Zum Beispiel sind wir mit dem Cookstove-Projekt in ein Gebiet in den Bergen gegangen und haben erkl\u00e4rt, das ist der Kochherd, das wollen wir machen, und sprachen mit den Leuten dar\u00fcber. Und sie fragten, \u201cWo sind unsere kostenlosen T\u00f6pfe und Pfannen?&#8220; &#8211; wir sagten: &#8222;Was meint ihr damit?&#8220; und sie antworteten, \u201cNeulich kam jemand und wollte uns kostenlose T\u00f6pfe und Pfannen zu deren Kochherd geben\u201d, wo also unsere seien. Und wir sagten: \u201cDas machen wir nicht. Was ihr davon habt, ist, dass ihr B\u00e4ume auf den Bergen um euch herum haben werdet, anstatt sie alle f\u00fcr das Holz zu f\u00e4llen. Und ihr werdet Zeit sparen, weil ihr das ganze Holz nicht sammeln m\u00fcsst.\u201d Das ist meiner Meinung nach eins der gro\u00dfen Probleme &#8211; es gibt die Erwartung, Dinge umsonst zu bekommen, ohne dass selbst etwas investieren werden muss. Und wir versuchen, diese Denkweise zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><div class='flex_column av-nboycv-7507d443838bfdf1bd310126708725f2 av_one_third  avia-builder-el-1  el_after_av_image  el_before_av_one_third  first flex_column_div '   ><p style=\"padding-left: 40px;\">\n<style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-mtsg73-db142cfcc935155d795714f478cf1e2a\">\n.avia-image-container.av-mtsg73-db142cfcc935155d795714f478cf1e2a .av-image-caption-overlay-center{\ncolor:#ffffff;\n}\n<\/style>\n<div  class='avia-image-container av-mtsg73-db142cfcc935155d795714f478cf1e2a av-styling- avia-align-center  avia-builder-el-2  avia-builder-el-no-sibling  '  itemprop=\"image\" itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/ImageObject\" ><div class=\"avia-image-container-inner\"><div class=\"avia-image-overlay-wrap\"><img class='wp-image-1998 avia-img-lazy-loading-not-1998 avia_image' src=\"https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/a-Small-pine-tree-year-1-malawi-Ripple-Africa-1.jpg\" alt='' title='a-Small-pine-tree-year-1-malawi-Ripple-Africa-1'  height=\"289\" width=\"350\"  itemprop=\"thumbnailUrl\" srcset=\"https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/a-Small-pine-tree-year-1-malawi-Ripple-Africa-1.jpg 350w, https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/a-Small-pine-tree-year-1-malawi-Ripple-Africa-1-300x248.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/div><\/div><\/div><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><\/div><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><div class='flex_column av-kc4zxb-e9952c8ecf3a477670b1caea49144d42 av_one_third  avia-builder-el-3  el_after_av_one_third  el_before_av_one_third  flex_column_div '   ><p style=\"padding-left: 40px;\">\n<style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-invpsf-90ef907fd869800f9148d99320d26581\">\n.avia-image-container.av-invpsf-90ef907fd869800f9148d99320d26581 .av-image-caption-overlay-center{\ncolor:#ffffff;\n}\n<\/style>\n<div  class='avia-image-container av-invpsf-90ef907fd869800f9148d99320d26581 av-styling- avia-align-center  avia-builder-el-4  avia-builder-el-no-sibling  '  itemprop=\"image\" itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/ImageObject\" ><div class=\"avia-image-container-inner\"><div class=\"avia-image-overlay-wrap\"><img class='wp-image-2002 avia-img-lazy-loading-not-2002 avia_image' src=\"https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Africa-Pine-trees-year-2-malawi-1.jpg\" alt='' title='Africa-Pine-trees-year-2-malawi-1'  height=\"413\" width=\"500\"  itemprop=\"thumbnailUrl\" srcset=\"https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Africa-Pine-trees-year-2-malawi-1.jpg 500w, https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Africa-Pine-trees-year-2-malawi-1-300x248.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/div><\/div><\/div><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><\/div><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><div class='flex_column av-h7xn9b-94c39c5b3deb14e51a1a0800bfb43a6d av_one_third  avia-builder-el-5  el_after_av_one_third  el_before_av_hr  flex_column_div '   ><p style=\"padding-left: 40px;\">\n<style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-frecu7-6b1eafbbda58edd0df7632d076559f25\">\n.avia-image-container.av-frecu7-6b1eafbbda58edd0df7632d076559f25 .av-image-caption-overlay-center{\ncolor:#ffffff;\n}\n<\/style>\n<div  class='avia-image-container av-frecu7-6b1eafbbda58edd0df7632d076559f25 av-styling- avia-align-center  avia-builder-el-6  avia-builder-el-no-sibling  '  itemprop=\"image\" itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/ImageObject\" ><div class=\"avia-image-container-inner\"><div class=\"avia-image-overlay-wrap\"><img class='wp-image-2006 avia-img-lazy-loading-not-2006 avia_image' src=\"https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Pine-trees-in-malawi-africa-year-3-1.jpg\" alt='' title='Pine-trees-in-malawi-africa-year-3-1'  height=\"413\" width=\"500\"  itemprop=\"thumbnailUrl\" srcset=\"https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Pine-trees-in-malawi-africa-year-3-1.jpg 500w, https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Pine-trees-in-malawi-africa-year-3-1-300x248.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/div><\/div><\/div><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><\/div><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><b>Noch eine Frage in diese Richtung: Wir wollen in unseren n\u00e4chsten Bericht einen failure report aufnehmen. Also dar\u00fcber nachdenken, was nicht funktioniert hat, die Probleme zu identifizieren und dann versuchen, es beim n\u00e4chsten Mal besser zu machen. Kannst du Probleme von Ripple Africa benennen und vielleicht nicht nur f\u00fcr die Phase, in der ihr jetzt seid, sondern auch f\u00fcr fr\u00fchere Phasen?<\/b><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Eins der Dinge, in denen wir als Organisation sehr stark sind, ist es einzugestehen, wenn was schiefl\u00e4uft. Was wir bei den Menschen, mit denen wir in Malawi zusammenarbeiten, festgestellt haben, ist, dass sie lieber ja sagen und dich zufrieden stellen wollen, und nichts sagen m\u00f6chten, von dem sie denken, dass es dich \u00e4rgert. Am Anfang sind wir also hingegangen und haben gefragt, wie es l\u00e4uft, und sie sagten: &#8222;Oh, alles gut&#8220;. Das sahen wir aber nicht in den Ergebnissen. Und wir mussten tats\u00e4chlich fast etwas an der Kultur \u00e4ndern, um die Leute zu ermutigten, zuzugeben, wenn sie einen Fehler gemacht haben, und dann daraus zu lernen und es anders zu machen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Ein Beispiel: Als wir unser Changu-Changu-Moto-Cookstove-Projekt gestartet haben, wollten wir Leute in den D\u00f6rfern als Koordinatoren, die helfen konnten, die Herde einzuf\u00fchren und zu zeigen, wie man sie benutzt. Also wandten wir uns an den \u00f6rtlichen Chief und sagten, kannst du jemand aus deinem Dorf vorschlagen. Und weil es nicht viele Arbeitspl\u00e4tze gibt, wurden haupts\u00e4chlich junge M\u00e4nner vorgeschlagen. Das Problem dabei ist, dass ein junger Mann nicht kocht, also nicht versteht, wie Frauen kochen. Er hat nur aus der Ferne zugeschaut und dann das Essen gegessen. Wir haben also nicht den Beziehungsaufbau erreicht, den wir brauchten. Also sind wir komplett anders vorgegangen:\u00a0 Als wir in die n\u00e4chsten D\u00f6rfer gegangen sind, haben wir gesagt: &#8222;K\u00f6nnt ihr uns einer Frau vorstellen, vor der jeder Respekt hat?&#8220;. Und dann sind wir zu ihr gegangen und haben mit ihr gearbeitet, und sie wurde dann quasi Meisterin der neuen Art zu kochen. Aber so etwas lernt man nur, wenn man es erstmal falsch macht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><b>Ein anderes gro\u00dfes Problem f\u00fcr uns alle im Moment: Wie ver\u00e4ndert Covid eure Arbeit?<\/b><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Das ist spannend, denn wir dachten, dass es einen viel verheerenderen Effekt haben w\u00fcrde, als es tats\u00e4chlich der Fall ist. Gl\u00fccklicherweise gab es in Malawi viel weniger F\u00e4lle, und ich denke, das liegt vor allem daran, dass die Bev\u00f6lkerung dort viel j\u00fcnger ist &#8211; \u00fcber 50 % der Einwohner ist unter 18 Jahre alt. Und sie waren auch sehr gut darin, alle Grenzen sehr schnell zu schlie\u00dfen. Aber gerade gehen die Fallzahlen hoch wegen der s\u00fcdafrikanischen Variante. Viele Malawier reisen nach S\u00fcdafrika, um Geld f\u00fcr ihre Familien zu verdienen. Und sie kommen zur\u00fcck ins Land und bringen die Krankheit mit.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Aber Malawi hat keine Art von sozialem Sicherungssystem. Wenn die Leute also nicht arbeiten, verhungern sie. Und so haben die meisten Gesch\u00e4fte weitergemacht. Und wir haben mit unseren Naturschutz-Volunteers einiges gemacht, um aufzukl\u00e4ren, wie wichtig H\u00e4ndewaschen ist und social distancing, wie man die Symptome erkennt und was dann zu tun ist. Tragen von Masken in der \u00d6ffentlichkeit ist Pflicht, aber solange man nicht entdeckt wird, kommt man nat\u00fcrlich damit durch. Daher bitten wir alle unsere Mitarbeiter und Volunteers, mit gutem Beispiel voranzugehen und ihre Masken zu tragen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Interessant ist, dass wir, als wir anfingen, mit dem Bezirksrat \u00fcber Covid zu sprechen, erfahren haben, wie viele kaputte Bohrl\u00f6cher es gibt &#8211; das war uns nicht bewusst. Ich glaube, allein in unserem Bezirk gab es etwa 800 kaputte Bohrl\u00f6cher. Das bedeutet, dass die Bohrl\u00f6cher, die in Betrieb waren, viel st\u00e4rker ausgelastet waren. Jedes Bohrloch wird im Durchschnitt von 150 Personen genutzt. Wenn man also davon ausgeht, dass die drei um einen herum alle kaputt sind, dann nutzen all diese Menschen das ein und dasselbe, was das Problem der Verbreitung von Infektionen noch versch\u00e4rft.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Deshalb sind wir jetzt dazu \u00fcbergegangen, Bohrl\u00f6cher zu reparieren. Das ist ein Projekt, an dem wir vor Covid nie beteiligt gewesen w\u00e4ren. Wobei alles, was wir tun, ist, die Finanzierung f\u00fcr Ersatzteile und Transport bereitzustellen. Denn der Bezirk hat ein Team von Wartungsleuten, deren Aufgabe es genau ist, Bohrl\u00f6cher zu reparieren, aber sie haben nicht das Geld, um die Ersatzteile zu kaufen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\">Und jetzt haben wir festgestellt, dass keins unserer \u00f6rtlichen Krankenh\u00e4user \u00fcber Sauerstoffanlagen verf\u00fcgt. Also haben wir Gelder zusammengebracht, um unser Krankenhaus und die Kliniken in der Gegend mit Sauerstoffkonzentrationsger\u00e4ten auszustatten, die ihnen hoffentlich nicht nur bei Covid helfen werden, sondern auch in den kommenden Jahren. Es war also eine Chance genauso wie eine Trag\u00f6die f\u00fcr uns.<\/p>\n<div  class='hr av-dog3hr-3a73f4ef63f500a8da66838bb08ebebd hr-default  avia-builder-el-7  el_after_av_one_third  el_before_av_one_half  '><span class='hr-inner '><span class=\"hr-inner-style\"><\/span><\/span><\/div>\n<div class='flex_column av-16rlzz-c0a42243e25f3a64b627c85584669d12 av_one_half  avia-builder-el-8  el_after_av_hr  el_before_av_one_half  first flex_column_div '   ><h6>Panterito unterst\u00fctzt \u00fcber <a href=\"https:\/\/panterito.org\/de\/wald\/one-crew-one-tree\/\">One Crew | One Tree<\/a> das Baumpflanzprojekt von Ripple Africa.<\/h6>\n<p><a href=\"https:\/\/panterito.org\/de\/wald\/nutzholz-malawi\/\">Mehr dazu auf unserer Projektseite &gt;<\/a><\/p>\n<p>Das Programm f\u00fcr energiesparende Cookstoves, das Pam mehrfach erw\u00e4hnt, ist von der UN offiziell als <a href=\"https:\/\/offset.climateneutralnow.org\/improved-cook-stove-project-1-nkhata-bay-district-malawi-9933-?searchResultsLink=%2FAllProjects%3FCountryId%3D358\">Projekt zum CO2-Ausgleich zertifiziert<\/a>. Sollte man im Hinterkopf behalten: Die n\u00e4chste Kompensation kommt bestimmt.<\/p><\/div>\n<div class='flex_column av-avhmfz-11376e51c16c3c26a78b80923bb20399 av_one_half  avia-builder-el-9  el_after_av_one_half  avia-builder-el-last  flex_column_div '   ><style type=\"text\/css\" data-created_by=\"avia_inline_auto\" id=\"style-css-av-9bf8en-1a8d14cd04abc7e634cbf19cfa840a65\">\n.avia-image-container.av-9bf8en-1a8d14cd04abc7e634cbf19cfa840a65 .av-image-caption-overlay-center{\ncolor:#ffffff;\n}\n<\/style>\n<div  class='avia-image-container av-9bf8en-1a8d14cd04abc7e634cbf19cfa840a65 av-styling- avia-align-center  avia-builder-el-10  avia-builder-el-no-sibling  '  itemprop=\"image\" itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/ImageObject\" ><div class=\"avia-image-container-inner\"><div class=\"avia-image-overlay-wrap\"><img class='wp-image-2012 avia-img-lazy-loading-not-2012 avia_image' src=\"https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Unbenannt-495x400.jpg\" alt='' title='Unbenannt'  height=\"400\" width=\"495\"  itemprop=\"thumbnailUrl\" srcset=\"https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Unbenannt-495x400.jpg 495w, https:\/\/panterito.org\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Unbenannt-845x684.jpg 845w\" sizes=\"(max-width: 495px) 100vw, 495px\" \/><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Pam Haigh, UK General Manager von Ripple Africa Seit sieben Jahren arbeitet Pam Haigh f\u00fcr Ripple Africa als eins von f\u00fcnf Mitgliedern des kleinen Teams in Gro\u00dfbritannien &#8211; drei bezahlte Mitarbeiter und die beiden ehrenamtlich engagierten Gr\u00fcnder. Der Rest der &#8222;Familie&#8220;, wie Pam sie nennt, ist das 142-k\u00f6pfige Team in Malawi. 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